Dienstag, 8. Juli 2008

Nach Israel

Fruemorgens des naechsten Tages machte ich mich also Richtung jordanisch-iraelische Grenze. Mit gemischten Gefuehlen, den einerseits freute ich mich darauf und micht draengte es anderseits grauste mir mir etwas vor dem Grenzuebertritt. Anyway ich lies es auf mich zukommen. Von Tabar Boon, einem der vielen Busbahnhoefen Amman, ging es ca 1000 m hinab zur King Hussein Bridge, dem jordannischen Abschnittes des Grenzuebergang. Die Ausreise aus Jordanien ist relativ teuer. 5 JD etwa 4-5 Euro berappte ich fuer die Ausreisegebuehren. Der Shuttle Bus zum israelischen Grenzterminal (ca. 3 km)kostete nochmal 4,5 JD. Dafuer das die Fahrt von Aqaba nach Amman lediglich 9 JD kostet ca. (300 km(!)) ganz schoen happig find ich. Sei es wie es ist! Die Grenzformalitaeten auf jordanischer Seite waren abgewickelt. Und irgandwann ging s dann doch los. Oder doch nicht so wircklich, zumindest sehr zaeh. Fuer die erwaehnten 3 km ueber die King Hussein und Allenby-Bridge auf israelischer Seite benoegten wir eine geschlagene Stunde oder etwas mehr. Langsam wurde mir klar, warum die Fahrt so teuer ist. Es ging und ging nicht voran. Zwischend rinn mussten wir, schon auf israelischer Seite alle aussteigen. Erste Passkontrolle vor einem auf allen Seiten strickt verspielgelten Kontrollhaeuschen. Die diensttuenden jungen Soldaten und Soldatinnen waren durch einen Schlitz nur schemenhaft zu sein. Kurze Anweiseung Passport! - Kommentarlose Rueckgabe, durchgewinkt. Es ist schon interessant. Du denkst Dir "Yes you are in Irael! - zu mindstest fast. Noch ist nahezu noch nichts wirklicdurchgestanden. Ein junger Israeli gerade mal 18 bis hoechstens Jahre alt rennt mit hochgerecktem MG und cooler Sonnenbrille durch die gegend, als sei er auf einer merkwuerdigen Balz.
Aber weiter. Endlich am Terminal angelangt steigend ich mit den anderen aus dem Bus aus. Arabische Arbeiter nehmen unsere Gepaecke und Paesse entgegen, kennzeichnen die Gepaeckstuecke, die ohne unsere Zutun zur Kontrolle gebracht werden geben uns unsere Paesse zurueck. Weiter geht es zum hochmodernen Ganzkoerperscan, dass die koerperliche Untersuchung zukuenftig in der Flaeche eruebrigen soll. Alles unkompliziert. Bis dahin gut ertragbar. Die naechste Station war dann eine grosse Halle im vorderen Abschnitt binden sie die Barriere der eigentlichen Ausweis kontrolle. Im hinteren Abschnitt reienweise Sitzplaetze auf den Wartende sitzen. Fuer Touristen geht die Passabfertigung verweise rasch, zu mindest wenn, ja wenn man in Reisegruppen reist. In den kontrollhaeuschen sitzen auschliesslich junge Israelinen, die ihren Pflichtwehrdienst ableisten. Der Ton leider vor allem gegen ueber arabisch aussehenden Einreisen teilweise ganz schoen barsch. Aber ich erlebe es ja nicht zum ersten Mal. Mir gegenueber ist die Israelin am Schalter relativ freundlich. Aber natuerlich sind die Visas Aegytens und Syriens Grund gruendlicher Nachfragen, wie was der Grund meiner Reise ist - Hollyday - ob ich Leute in diesen Laendern kenne - natuerlich nicht-, was der Grund meiner Einreise nach Israel ist - holyday - usw. Nach einigen Fragen schien sie das Einreisevisa in den Pass stempeln zu wollen, fragte noch freundlich, ob ich dafuer ein ExtraeinlegeBlatt dafuer benotige und.... ueberlegte sich es offbar doch anders, forderte mich auf hinzusetzen und zu warten und drueckte mir einen Fragebogen mit ahnlichen Fragen in die Hand, den ich ausfuellen sollte. Gut also warten, nichts anderes habe ich erwartet. Es dauerte gar nicht so lange und es kamen zwei Interviewer auf mich zu eine junge Frau und ein junger Mann beide zivil. Die Frau fuehrte ganz freundlich das Interview. Der junge Mann schien das Gespraech zu verfolgen und mich dabei zu beobachten. Wieder die gleichen Fragen, fragten einzelne Reisedaten ab und glichen meine muendlichen Antworten mit denen des Fragenbogens ab. Sie verabschiedenen sich wieder warten. Diesmal laenger, etwa 45 Minuten vielleicht auch laenger. Allmaehlich frohr ich, das Warten wurde lang. Allmaehlich schlichen sich leichte Zweifel ein, die nicht ganz unbegruendet waren. Von einem Bekannten in Jerusalem erfuhr ich spaeter von einer Frau, deren Einreise offenbar aufgrund des syrischen Stempels gescheitert ist. Sie wurde unversehens in ein Flugzeug gesetzt und zurueck nach Deutschland geschickt. Meine leichten Aengste bewahrheiteten sich letztendlich nicht. Die Israeln an der Passkontrolle winkte winkte mich heran, fragte nochmal nach dem Grund der Einreise und ob ich in Israel jemand kenne, dann mit einer Handbewegung hatte ich das Visa und die Tueren nach Israel standen mir fast offen. Denn denn etwa 50 Meter weiter erfolgte fuer alle nochmals eine zweite Passkontrolle. Man koennte ja im Durcheinanderer durchgeschluepft sein. Allerdingst schwer vorstellbar. Kurz Passkontrolle nochmals einige Fragen zum Grund meiner Einreise ob ich jemand in Israel kenne wo ich in Israel bleiben werde. Dann aber hatte ich es doch hinter mir und ich atmete erstmal durch. Nachdem ich mein gesamtes Gepaeck wieder in meinen Haenden hatte, erfolte der Waehrungsumtausch zum fuenften, suchte nach dem entsprechenden Bus nach Jersalem, den ich nach kurzer Suche auf fand. Ohne grosse Wartezeit ging es dann los. Meine Spannung wuchs. Vorbei an der Abzweigung nach Jericho und Nabi Musa. Weiter oben auf der linken Seite Kamele, die so lange ich danken kann dort schon immer standen. Sind die ausgestopft und angeklebt?? Ja die Erinnungen stiegen allmaehlich mehr und mehr auf. Beduinensiedlungen, die in den kleinen Wadis die wir passieren tauchen auf. Vor uns weiter die ersten Siedlungen. Wir naehrten uns Jerusalem von Osten. Nicht zu uebersehen und dem Anschein nach genau so uneinnehmbar wie die Zitadelle in Aleppe, das beruehmt, beruechtigte (zumindest fuer die jenigen, welche sich vor etwa 10 Jahren in Israel aufhielten) Maale Adumin Eine grosse Siedlung oestlich Jerusalems, dessen Erweiterung vielen Beduinnen, den angestammten Lebensort gekostet hat. Vorbei daran taucht der Oeberg und Mt. Scopus von Osten hergesehen auf. Unuebersehbar die Auguste Victoria eine deutsch-lutheranische Gruendung aus der Kaiserzeit. Vorbei am altbekannten Checkpoint, der allerdings modernisiert und ausgebaut wurde. Letztendlich den Scopus durch und am anderen Ende taucht sie endgueltig und in voller Pracht auf. Die ganze Altstadt sehe ich. Den Tempelberg mit dem Felsendom. Im Zentrum die Redeemer Church, die Grabeskirche mit ihrer grauen Kuppel, Nortre Dam, der Davids Turm, das Jaffa Gate ist zu erahnen. Im Suedwesten der Altstadt unuebersehbar der Zionsberg mit der Dormitio und im Hintergrund die Haeser der Weststadt. Unvermittelt stellten sich leicht nostalgische Gefuehle ein. Es ging Richtung Damaskus Gate. Stieg am Gartengrab aus. Weiter Richtung Damaskus Gate, das letztendlich auch auftauchte. Ich sah mich um. Vieles ist moderner geworden, manche Laeden sind verschwunden andere haben sich verandert. Aber es ist noch zu Erkennen. Hier ging ich mit anderen vor etwa 12 Jahren fuer ein Jahr ein und aus.

Ich leistete mir erstmal Hummus und Chai. Nach dieser ersten Staerkung, zog ich weiter zum Austrian Hospice. Was soll ich sagen... der Kaesaa (Kaiser) laesst gruessen. Habe die Ehre und kiss de Hand... Aber ich will nicht blasphemisch werden. Leider war kein Dorm frei, sonst haett ich mich herabgelassen und dort genaechtigt, aber gut. Weiter zog ich also zur Dormitio vorbei an der Erloeserkirche. Morris erkannte wieder. Es war ein schoenes Wiedersehen. Dieses fantastische Personengedaechtniss muss eine besondere Gabe der Palaestinenser sein. Aber ich bin allerdings kein Massstab. Ich vergesse zu meiner Schande Namen in Sekundenschnelle und die Personen dazu. (Wer bist du den, kenn ich dich??) Wieder zur Abtei der deutschsprachigen Benediktiner Dormition, in welche ich mich letztendlich einquatierte.

Ja ich bin in Jerusalem!

Montag, 7. Juli 2008

Wartezeit

Eine innere Stimme sagte in mir: Warte noch ab! Geh nicht am naechsten Tag nach Israel!" Es war Freitag, naechsten Tag also folglich Samstag also in Israel Shabbat und ich wollte nicht missmutige Grenzer kommen die am Feiertag nur ungern Dienst tun und mich auch wegen meines syrischen Stempels nicht einreisen lassen wollten. Also wartete ich. Nutzte das warten in dem ich am naechsten Tag nach Madaba und weiter in den den naechstgelegenen Ort, dessen Name mir zu meiner Schande jetzt pardu nicht einfallen will. Dort versuchte ich zu Fuss entlang der Koenigsstrasse ins Wadi Mudjib zu gelangen. Es dauerte nicht lange und mich nahm ein LKW
Fahrer Karak mit. Wir ueberquerten auf der Koenigsstrasse das Wadi Mudjib. Die Koenigsstrasse ist eine von zwei uralten Handelwegen ( der andere die Via Maritima). Wer diese Wege von Aegyten nach Mesopotanien uns ans Meer kontrollierte besass die Kontrolle ueber die Region. In Karak angelangt kam ich, wenn auch indireket, in den Genuss beduinischer Gastfreundschaft, denn Omar der LKW fahrer lud mich in sein Haus ein - sein Vater war, wie er mir bei Zigaretten und Kahwa erzaehlte noch Beduine. Anschliesend besichtige ich die Kreuzfahrerburg in Karak, fuhr auf Umwegen ueber das Tode Meer zurueck nach Amman.

Auch am naechsten Tag fuhr ich noch nicht nach Irael ich wurde von einer Jordanierin eingeladen mit ihrer Familie und Freunden per Public Viewing das EM Endspiel zu verfolgen. Die Einladung war sehr freundlich aber doch eher unverbindlich. Es wurde nichts draus. Aber ich wartete den naechsten Tag und Chance ab. Als klar wurde das sich keiner bei mir meldete. Machte ich mich nochmal selbst auf dem Weg und verfolgte das Endspiel im Gesellschaft einger 11 - bis 15 jaehriger Jungs am Rande eines Restaurants in der Sharia Rainbow auf einem der vielen Huegel Ammans.

Und am naechsten Tag gings dann doch nach Israel.

Davon aber Naechste mal!

Mari Musa







Vor weiteren Unternehmenungen musste ich erst einmal Abklaeren, wie lange ich ueberhaupt noch mich in Syrien aufhalten konnte, ohne eine Visaverlaengerung beantragen zu muessen. Die bis vor kurzem bestehende Begrenzung auf 15 Tage wurde jedoch auf 30 Tage erweitert. So war es kein Problem noch fuer ein bis zwei Tage in Mari Musa Habashi zu verbringen. Mari Musa ist ein kleines Kloster in der Naehe von Nabk (80 km noerdlich von Damaskus) in den syrischen Wuestenbergen. Gegruendet wurde es schon im 6 Jhd. Im 19 Jhd. wurde es verlassen. Eine junge Gemeinschaft v.a. syrisch katholischer Christen bauten die kloesterliche Gemeinschaft wieder auf. Ein kleines okologisches und gemeinschaftlichesspirituelles Resort. Die Gemeinschaft hat sich den interkulturellen und interreligoesen Dialog zum Ziel gesetzt. Ich bebegegenete dort sehr netten Menschen aus Syrien, den Staaten, UK, Frankreich Suedkorea und Aegypten. Bei etwas Mitarbeit kann man sehr konfortabel umsonst uebernacht. Am naechsten Tag nach meiner Angkunft schleppte ich mit anderen also erstmal Steine fuer den Bau einer weiteren Mauer. Was man ueberhaupt nicht erwartet, mitten in der Wueste - eine relativ grosse Bibliothek in der Werke aus den unterschiedlichen wissenschaftlichen, theologischen und literarischen Bereichen zu finden sind. Unter anderem entdeckte ich dort die gesamte Werkausgabe von C.G. Jung in deutsch (!).

Im Kloster lernte ich auch Ed kennen einen jungen Briten. Mit Ed wanderte ich am naechsten Tag etwa 20 durch die Wueste zurueck nach Nabk. Von dort fuhren wir weiter nach Damaskus. In Damaskus verabschiedenen wir uns. Ich nutzte die Zeit mich noch zu orden, abends besuchte ich zum Abschluss in Syrien noch einen Hammam. Am naechsten Tag gings dann ueber die Grenze zurueck nach Amman in Jordanien.

Nach Sueden


Am selben spaeten Nachmittag fuhr ich, wie schon erwaehnt zurueck nach Damaskus. Am naechsten Tag musste ich zwangslaefig eine Ruhepause einlegen. Nachmittags besuchte ich wie schon erzaehlt das Museum. Am naechsten Tag beschlosse ich einen Tagestripp in den Hauran, nach Bosra zu unternehmen. Dort besuchte ich das Amphitheater ganz mit Basaltsteinen aufgebaut. Muss sagen mich schlauchte es noch immer und ich konnte den Tag nicht so wirklich geniesen. Abend bin ich dann zurueck nach Damasus. Die Zeit in Syrien naehrte sich dem Ende.

Nach Osten


Von Hama fuhr ich früh morgens am naechsten Tag wieder alleine nach Palmyra (Tadmor) der Stadt Zenobias. Nach drei Stunden fahrt durch die Wüste nach Osten stieg ich aus. Ein Taxi brachte mich nach einigen Verhandlungen zu Eingang und lies mich dort zurück. Da ich nur einige Stunden bleiben wollte maschierte ich mit vollem Gepäck (ca. 15 kg), sengender Sonne und ca. 45 C durch die Ruinen. Das war etwas unklug, wie ich am nächsten Tag feststellen sollte. Ich hatte zwar eine ordentliche Kopfbedeckung mit Nackenschutz auf und zu trinken dabei. Nach meiner Exkursion fuelte ich mich mehr als Salzstock als Mensch. So so weit so gut. Am nachsten Morgen fuehlt ich mich deutlich krank. Letztendlich stellte fuer mich raus, das ich eine deutlich Elektrolytverschieb haben musste, sprich nach dem ich pfundweise Salz frass (naja vielleicht etwas uebertrieben) gings mir schon wieder besser. Aber in Palmyra selbst genoss ich den Tag, auch die Anstengung, die damit verbunden war, wie sollte es anders sein, bestieg ich vorbei an den Tomben (Gruftgraebern) den(kleinen) Huegel auf dem sich die Zitadelle befindet. Verschafte mir einen Uberblick um dann ueber das ehemalige Lager Diokletians entlang des Cardo vobei an Tempeln und Ruinen, an dem Theater und der Agora zum Hauptheiligtum, dem Bel Tempel zu gehen. Im ganzen war ich 5 Stunden unterwegs. Die Stadt wirkt kleiner als sie ist, der Cardo ist insgesamt 1,3 km eingeramt von Saulen mit korintischen Kapiteln aus Rosengranit.

Zu den Kreuzrittern




Am vierten Tag reisten wir nach Hama, ca. 2 Std. suedlich von Aleppo. Hama ist eine vergleichbar kleine Stadt. Von dort fuhren meine Bekannten aus der Slowakei, John aus den Staaten und eine Japanerin, welche in Amman beschaeftigt war nach Crac de Cevaliere. Das war ganz guenstig, denn war wieder Freitag und in Hama war Tode Hose. Regulaere Buse und Taxis fuhren nicht, so dass wir uns erst die Mitfahrgelegenheit organisieren mussten. Zu siebt hatten wir eine ganz gute Verhandlungs macht und ging schneller als wir dachten. Chrac ist die, so weit mir bekannt ist die groesste Kreuzfahrerburg. Eine arabische Gruendung, die durch die v.a. durch die Johanniter ausgebaut und gefestigt wurde. Sie war definitiv uneinnehmbar und wurde nach dem Verlust der Kreuzfahrerheere kampflos auf Gewaehr freien Abzugs an die Arabischen Heere unter Beypar uebergeben. Die gewaltige Burg beeindruckt Unter wie Oberburg scheinen absulut uneinehmbar die Hallen in der Burg riesig. Wir blieben dort mehrere Stunden.

Nach Norden

Anfang der zweiten Woche fuhr ich dann mit Richard, Mike, Swetlana und Anna aus der Slowakei in den Norden Syriens - nach Aleppo. Steppen und wuestenartige Gegenden gingen langsam in fruchtbareches Land mit roetliche und gruenen Feldern ueber. Aleppo ist seit fruer Zeit eine wichtige Handelsstadt, die Grenze zur Tuerkei ist nahe, der Einfluss kurdischer, anatolischer Kultur spuerbar. Das Zetrum Aleppos wird durch den Sug beherrscht. Der leicht ansteigend nach Osten verlaeuft und an der maechtigen, uneinnehmbar und unnahbar wirken Zitadelle endet. Ein Bau der mich sehr beeindruckte. Schon der Portikus und der Aufgang zur eigentlichen Burg ist gewaltig. Der Graben um die Zitadelle und die steile mit riesen Quadern gemauerte Schraege (Glacis) verstaerken den unnahbaren Eindruck. Wehe dem, der dort unfreiwillig verschickt wurde. Im inneren ist die Zitadelle eine eigene Stadt in der Stadt. Ein wunderschoener Thronsaal uber dem Eingang, mit mehreren Moscheen und Hammamen. Eine, wie mir scheint absulut autarke Siedlung. Die lange Belagerungen standzuhalten schien.

Im Zentrum des Sug die Omajiaden Moschee. Bei weitem nicht so praechtig wie die Omajiaden Mosche in Damakus aber im noch schon und zudem ein sehr freundlicher Ort an dem ich gerne war. Dort konnte ich einige Male das Gebetsritual beobachten. Von weiten betrachtete ich wie ein Iman eine gruppe aelterer und juengerer Maenner in den den Koran unterwies. Das Minaret der Moschee erinnerte mich an einen Campanile, wie man in der Toskana finden kann und denke mir, dass sich mancher italienische Baumeister an den der Architektur des Oriens ein Vorbild nahm.

Einige Male war ich auch im christlichen Viertel ausserhalb der Altstadt. Schoen ist es vom Bab Nassr durch die verwinkelten (ich wiederhole mich) Gassen zu gehen. Ich seht schon ich bin ein Fan verwinkelter Wege. Sehr freundliche Bewohner die mir Wege zu verborgenen verlassen Kirchen wiesen und mir dafuer ohne weiteres auch Tueren aufsperrten. Zahi ein 18 jaehriger lud mich waehrend ich vorbeiging ins Haus seiner Eltern ein, die ich gerne annahm. Eine schoene Begegnung.

Ausserhalb Aleppos besuchten wir Qalat Samma, das ehemalige Simeonskloster, welche im 6. Jhd. durch Erdbeben stark beschaedigt und spaeter verlassen wurde, die verbleibenden Ruinen sind trotzdem sehr beindruckend. Bei klarem Blick duerfte von dort nach Nordwesten schon Anatolien zu sehen sein.

Out of Damskus

Natuerlich besuchte in Syrien nicht nur Damaskus. Da noch Wochenende war nutzte ich die Zeit fuer einen Ausflug aufs aufs Land, in kleinen, ca. 60 km noerdlich gelegenen Orte Maalula und Seydnaya. In Maalula befindet lt. Tradition in einem griechisch orthodoxen Frauenkloster das Grab der Hl. Thekla. Eine romatische Schlucht fuehrt zum Kloster, die alten Haeuser Maalulas sind wie Schwalbennester an den Fels gebaut. Nur wenig Gruen um gibten, in der syrischen Steppe gelegenen Ort. Maalula ist der letzte Ort, welchem noch aramaeisch gesprochen wird, die Lingua Franca der Region zur Zeit Jesu. Hebraeisch vor zur damaligen Zeit ausschliesslich dem liturgischreligioesem Bereich vorbehalten. Weiter gings nach Sednaya, wofuer noch nach Damaskus zurueck und in einen anderen Bus umsteigen musste. Leider verlor bei dieser Aktion meine eigentliche Brille, so dassch ohne meine Sonnenbrille, welche ich mir zum Glueck noch kurz vor der Reise besorgte, halb wenn nicht dreiviertel blind durch die Gegend gelaufen waere. Vor Parallen mit einer anderen Person, welche sich vor etwa 2000 Jahren in Damaskus aufhielt bitte ich abzusehen (fuer Insider (; ).

Anyway! Ich bin also weiter nach Sednaya. Dort befindet sich ebenso eine grosses griechisch orthoxes Frauenkloster. Der Konvent soll eine sehr alte Marienikone bewahren. Sednaya wurde dadurch schon im 6 Jhd. zu einer wichtem christlichen Wallfahrtsort im Orient.
In Sednaya lernte ich Bashar (nicht den Praesidenten). Wie er mir erzaehlte sei er Guide im National Museum in Damaskus. So hatte einige Tage spaeter das grosse Glueck in den den Genuss einer einer sehr guten Einzelfuehrung durch die verschiedenen Epochen Syriens zu kommen. Angefangen bei den Kulturen von Ugarit und Ebla, sehr bedeutende Orte menschlicher Kulturgeschichte, vorbei an den Spuren assyrischen und aegyptischen Einflusses, hin zu den Skulpturen, Altagsgegenstaenden und Monumenten aus der hellenistischen Epoche griechischer, roemischer und palmyrischer Aera. Ueber die Belege aus byzantischer Zeit konnte ich Gegenstaende aus den unterschiedlichen Epochen arabischer und tuerkischer Herrschaftsdynastin betrachten. Darunter wunderscheine christliche und muslimische Handschriften aus dem zehnten bis elften Jahrhundert a.Chr. (5. /6. Jhd a.H.).

Sonntag, 6. Juli 2008

Nach dem ich in den ersten Tagen die Altstadt Damaskus waehrend des islamischen Wochenendes links liegen lies, wagte ich mich dann doch in den Suq von ash-Sham (d.h. Damaskus). Auf meiner Wanderung durch den Suq durchkreuze ich den Suq Hamadiya und den Suq Madhat Basha, die wohl dominierendsten Bazarstrassen der Altstadt. Der Suq Hamadiya als prachtigester Suq von allen verlaeuft in West-Ost Richtung. Durchgehend ueberdacht ist er die Flaniermeile der Altstadt und muendet, von verbliebenen Saeulen des Jupitertempels eingerahmt, in den Platz vor der Ostfasade der Omajiaden Moschee ein . Der Suq Basha verlaeft paralell ebenso in oestlicher Richtung - Die Kaffeestrasse. Wahrend des ganzen Tages liegt der Duft frisch gemahlenen Kaffees und Kardamons ueber dem Sug, Laden an Laden angrenzend pfund und kiloweise verkauft wird. Ueber diese weiten und breiten Bazare hinaus breitet sich der Bazar ueber ein dichtes Wegenetz von mehr als 40 Kilometern aus. Weite Strecken ueberdacht wird flaniert und gekauft. Je spaeter der Tag und je naeher der Abend, desto dichter wird das Gewuehl, einzeln oder gemeinsam. Frauen oder Maenner unter sich, in Paaren und Familien. Die Farben und Gerueche. Manchmal tauche ich ins Dunkel um dann wieder an farbenfrohen hellen Laeden vorbei zu kommen. Im Gewurzsuq vermischen sich suesse und herbe Duefte mit der warmen Luft und huellen mich ein wie Samt. Zwischen den Bazaren entdecke Durchgaenge zu kleinen Moscheen, die mit ihren teils sehr schoen gestaltet Gebetsnischen (Minhrab) und Kanzeln (Minbars) kleine Kunstschaetze fuer sich sind. Ebenso entdecke ich Eingaenge zu nicht weniger praechtigen gestalteten Hammams (arabischen\tuerkischen Baedern) oder Khanen. Ein Khan ist ein orientalischer Handelskontor . Zu frueherer Zeit fanden reisende Handel, Karawanen dort Unterkunft. Im Erdgeschoss wurden dieWaren gelagert und verkauft. Dort befanden sich auch die Staelle fuer die Last- und Reittiere. Im Obergeschoss war die eigentliche Unterkunft der Haendler. Fuer die Stadtoberen und Herrscher bot der Khan eine ausgezeichnete Moglichkeit die durchreisenden Haendler zu kontrollieren und zu besteuern. Manche Khane sind sehr schlicht und funktional andere sind nahezu palastartige Bauten. Der Khan Asaad Pascha war von allen der praechtigste, den ich besuchen konnte. Ein schoener osmanischer Bau, der durch die grosszuegige und doch schlichte Gestaltung sowie durch das Spiel von Licht und Wasser eine wunderbare Raumwirkung entwickelt. Das christliche Viertel besitzt einen eigenen Reiz, einsamer und verlassener erscheint es, wobei auch dort Leben hinter den Mauern ist. In den Gassen entdecke immer Nischen mit Heiligenbildchen oder -figuren hinter Gitter oder Plexiglas. Nicht selten mit etwas Gruen umrahmt, wovor duenne Kerzen, wie sie vorallem in der orthodoxe Glaebige benuetzen, brennen. Ein schoener Belegen lebendigen alltaeglichen Lebens in diesem Viertel wie ich finde.

Ich erkenne Aehnlichkeiten und Unterschiede zu Kairo. In beide wird vielfaeliges Ver- und Gekauft. Ein enges Geflecht von Wegen und Strassen. Manchmal unueberschaubar und beengend.
Und doch ist Damaskus anders. Die Wege des Suqs und das Leben in diesen scheint geordneter und systematischer. Es geht ruhiger zu in Damaskus, wenn auch nicht gemaechlich. In Damaskus und auch in anderen syrischen Stadten erinnert mich das Leben dort an dasjenige in den Stadten und Doerfern Sue(ost)europas . Der Suq Sourajia etwas ausserhalb der Altstadt erinnerte mich sehr an den traditionellen Arbeiterstadtteil Trastervere in Rom. Nur eben weiter ostlich unter arabisch\orientalischen Vorzeichen. Waere es in diesem Sinne verkehrt von einem Suqtypus mediteraner Praegung zu sprechen?

Der Suq in Kairo hingegen erscheint mir verflochtener und unuebersichtlicher. Etwas erinnerte mich der Suq an einen afrikanische Markt (wohlmoeglich den groessten Westafrikas) in Ghana. Der Einfluss Afrikas ist, so meine ich ist in Aegypten ueberall zu spuehren. Waere es dann falsch den Suq in Al Qaira qadima islamiya als Suq afrikanischer Praegung zu bezeichnen?

Who knows?

Salam-Shalom

Ein Rueckblick auf meine Zeit in Syrien!

Es gelang mir am Donnerstag 12\6\08 doch noch eine anstaendige Herberge zu ergattern. Im Hotel Al Haramein, ein typisches Backpacker Hotel, quartierte ich mich die ersten Tage in einem Mehrbettzimmer ein. Die naechsten Stunden fuhr ich dann ziemlich runter und legte mich einige Zeit aufs Ohr. Gegen Abend nahm ich das erste mal intensiven Kontakt mit der Altstadt auf und zog erst quer und unsystematisch durch den Suq.

In der Zwischenzeit duerfte ja fuer die meisten klar sein, dass mich die Berge bleibend gepraegt haben. Flaches Land liegt mir nicht so wirklich und ueberall dort, wo es auch nur ein bisschen bergaufgeht muss ich hinauf. Auch Damasus ist nicht ganz frei von Anhoehen und wie ich es eben gewohnt bin verschaffte ich mir erstmal einen Uberblick. So bestieg ich am zweiten Tag meines Aufenthalts den im Suedwestens Damaskus gelegenen Jabal Ghazoum. Durch den Stadtteil Mudjahirin, ging ich die steilen, zum Teil sehr idyllischenStrassen und Treppen hoch. Sie erinnern fast an ein Bergdorf in den Suedalpen oder Appenin. Es ist Freitag, also Feiertag in Syrien und so sind viele Syrer unterwegs. Zeitweise werde ich von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen begleitet, die mir den Weg weisen. Von der Panoramastrasse ist ein wunderschoener Ausblick auf Damaskus moeglich. 50 Meter unterhalb von ihr grenzen die Haeuser Mudjahirins so nah an felsiges, ja fast alpines Terrain. Ich wanderte die Panoramastrasse soweit bis sie nach , die nach etwa 1 km einen Schenk nach Westen macht. Dort wurde es einsam. Schon bald tauchten erst Hinweise auf "Military Zone - No Entry! No Photos!" Ich konnte ja schon vor 12 Jahren eindruckvolle Erfahrungen mit militaerischen Sperrgebieten in Israel sammeln. Da ich annahm, das ungewollte Begegnungen mit dem syrischen Militaer nicht lusteriger sein duerften, lies sich die Mutter der Porzellankiste walten . Den Anschein nach befuhren allerdings Hinz und Kunz die Strasse und auf konkrete Nachfrage war es wohl erlaubt die Strasse zu begehen. Nachdem es so schien, dass die Strasse ins Irgendwo, nur nicht nach Damaskus zurueck fuehrte und die Militaercamps immer zahlreicher wurden, kehrte ich nach einer Weile doch um und ging den selben Weg zurueck.
Die selbe Tour sollte ich in Begleitung von zwei Paaren aus der Slovakei, welche im Al Haramein kennen lernte, einige Tage spaeter wiederholen. In aller Herrgottsfruehe um 4.00h brachen wir auf, durchzogen die dunkele Stadt stiegen mit einigen Anlaeufen, bis wird den Weg durch das finstere Treppenlabyrint Mudjahirins fanden hinauf. Unter uns lag das noch dunkle Haeusermeer, aus welchem einig allein die hell erlaeuchtete Omaijaden Moschee wie ein helles Auge heraus stach. Nach diesen ersten fruehmorgendlichen Schweissausbruechen wurden wir dann durch einen wunderschoenen Sonnenaufgang belohnt.

Montag, 30. Juni 2008

Shalom Chaverim שלוםv חַבֵרִים

Melde ich zurueck im Word Wide Web, wenn auch auch nur kurz, um jeder unbegruendeten Sorge vorzubeugen. Wie oben zu sehen befinde ich mich nicht mehr in Syrien und Jordanien, sondern habe vor einigen Stunden die letzte Etappe meiner Reise erreicht. In den naechsen Tagen werde ich mehr davon berichten. So viel in aller Kuerze. In Syrien hielt ich mich einige Tage in Damaskus auf - auch eine bewundernswerte Stadt und doch ganz anders als Kairo. Ich bereiste den Norden Syriens mit Aleppo. Besuchte Hama und Qalat Hosn (Chrac de Chavaliere). Fuhr gegen Osten nach Palmyra, die Stadt Zenobias. Zurueck in Damuskus fuhr ich gegen Sueden und besichtigte Bosra. Gegen Ende meines Aufenthalts in Syrien hielt ich mich in multikonfessionellen kloesterlichen Gemeinschaft in Mari Musa Habashi auf, welches sich in der Syrischen Wueste befindet. Einen lezten Tag verbrachte ich in Damaskus. Durstreifte nochmal den Suq und besuchte abschliesend einen Hamam. Freitags gings dann zurueck nach Amman. Am darauffolgenden Tag besuchte ich Karak und verfolge am gestrigen Abend die Fussball EM in der Sharia Rainbow.

Heute brach ich fruemorgens von Amman uber die King Hussein / Allenby Bridge nach Jerusalem auf. Seit dem fruehen Nachmittag residiere ich in Jerusalm. Der konkrete Ort ist noch nicht ganz klar.

So far for Now!

Melde ich mich mit einem ausfuehrlichen Reisebericht fuer Syrien in den naechsten Tagen

Illah-Likha!


Lorenz

Donnerstag, 12. Juni 2008

Marhabteen SaHibuh!

Vierzehn Tage bin ich nun schon wieder unterwegs Zeit fuer einen wenn auch kurzen Rueblick auf Kairo.
Vieles habe ich in "der Starken" gesehen, vieles blieb aber auch in dieser riesigen Stadt ungesehen.

Viele male besuchte ich ich Al Qahira qadima islamiya, den den traditionellen durch den grossen Suq gepraekten Teil Kairos mit dem den beiden grossen Moscheen im Zentrum die vom Khan Khalilli umgeben sind. Im Sueden beherrscht die maechtige von Salah al Din begruendete Zitadelle die Gegend. Weiter suedlich beginnt die weidlaefige suedliche Todenstadt, in der alleine zwischen (!) 50000 und 500.000 Menschen leben sollen. Die nordliche Todenstadt, die ich ebenfalls besuchte grenzt im Osten an den Al Azhar Bezirk an. Dazwischen liegt eine der wenigen wunderschoenen Gruenoasen der Stadt - der Al-Azhar Park. Dieser muss vor einigen Jahren eine ueble Muellkippe gewessen sein, der mit Hilfe der Agha Khan Stiftung renaturiert wurde. Die Todenstaedet entprechen nicht unseren Vorstellungen eines Friedhofes, wie ich oben schon andeutete. In den zahlreichen Mausolen, denen teilweise Moscheen angeschlossen sind, wohnen ganz nur mal Menschen, die meist alsinformelle Waechter der zahlreichen Grabstaedten agieren und dadurch durch die Besitzer der Grabstaetten tolleriert werden. Meist sind Menschen aus den aeusseren Bezirken mehr in die Stadt zurueckgezogen sind um der dort kursierenden drastischen Armut und Wohnungsloskeit zu entgehen.

Wieder mehr in Richtung Suq befindet sich die wunderschoene Ibn Toulun Moschee, die ihre alleine durch die architektonische Schlichtheit besticht. Sie ist die (zweit(?)aelterste Mosche Kairos und wurde seit ihrem Bestehen kaum verandert. Ibn Toulun fuehrte dabei den Spitzbogen als neues architektonisches Element, dass sich 200 Jahre spaeter in Form der Gotik durchsetzen wird. Es ist ein absolut friedlicher Ort in dieser sehr lebhaften und lauten Stadt. Ein guter Ort um die Gedanken etwas kreisen zulassen, auszuspannen oder auch zu meditieren.

Im Suq zurueck bewegte ich mich durch die zahlreichen Gassen, vorbei an Kauflaeden, Souvenier-Shops, Kaffes, Werkstaetten, Handwerksbetriebe, Garkuechen und so weiter. So idyllisch dies alles wohl auch klingen mag, aber das Leben im Suq ist Schwerst Tagtaeglich bahnen sichLastentraeger, Haendler und tausende Andere ihren Weg durch das Gewuehl der der sengenden Sonne Aegyptens.

Die moderne City beherrscht das andere Gesicht Kairos mit ihren zentralen Plaetzen Midan Ramisis und Midan Attaba in denen taglich 24 Stunden die Hoelle los ist. Mit dem Midan Tahrir, der Nahe am Nilufer liegt, ebenso von tausenden von Autos und Bussen passiert wird. An welchem das Aegyptische Museum liegt, von dem die Sharia Talat Harb uber den Midan Talat Harb zum Midan Orabi zieht und dort zur Sharia Orabi wird, die dann wiederum in die Sharia Ramisis Richtung Midan Ramsis einmundet. Im Untergrund ziehen sich zwei Metrolinien durch die Stadt. Die Ausstiege an den zentralen Platzen der Weststadt nennen sich Mubarak (M.Ramsis), Nasser, und Sadat (M. Tarir). Daraus wird wohl schon die Bedeutung dieser Plaetze fuer die Stadt klar. Alle Insitutionen die fuer die Stadt und Aegypten als bedeutend erscheint, scheint sich um diese Plaetze zu scharren. Sei dies die American University in Cairo, das riesige Verwaltungsgebaede Morgama oder das Gebaude der Arabischen Liga am Midan Tarir. In dessen Naehe beginnt auch das Regierungsviertel der Stadt.

Abends bewegen sich wiederrum tausende durch die Talat Harb sie die zentrale Flaniermeile, deren Geschaefte und Kaffes bis spaet in die Nacht geoeffnet haben.

Ich besuchte aber auch das Koptische Viertel Mari Girgis in Al Qahira Qadima, dem altersten Teil Kairos. Schoen ist dort christlich-orthodoxe Froemmigkeit zu erleben, mit dem wesenlich groessem Bedurfniss und Zugestandnis, auch heilige Gegenstaende beruehren zu duerfen. Ich finde wesentlich mehr Bezug zur Leiblichkeit, das den Kirchen im Westen ueber die Jahrhunderte verlohren ging. Etwas weiter entfernt besuchte ich auch die Butrosiea, die Begraebnisskirche in denen der ehmalige Premier (um 1900) und Grossvater von Butros Butros Ghalie begraben ist. Dort lernte ich einen aelteren Herren kennen, der mich durch die Peter und Paul geweihte Kirche fuehrte und mir die koptische Schrift erklaerte.

Am ersten Sonntag besuchte ich The Egyptian Modern Art Museum. Schon die schonen Ausstellungsraeme sprechen fuer sich. Eine ansprechende Ausstellung Moderner aegyptischer Kunst.

Von meiner Fahrt auf dem Jabal Moukatam habe ich bereits berichtet. Nach etwa 10 Tagen wurde es das erste Mal Zeit Kairo zu verlassen. Ich besuchte die alterste Pyramide Aegyptens und weltweit in Sakkara, welches etwas 30 - 40 km suedlich von Kairo gelegen ist. Ein sehr beeindurckender Ort. Im Norden sind im Wustendunst die Pyramieden von Giza zu sehen. Eine ehrfurchtserweckender Anblick. Dort befindet sich das ImHotep-Museum. ImHotep war der Architekt der ersten Pyramide, eine Stufenpyaramide, und Grosswezir von Pharao Dioser. Das ganze vor 4500 Jahren. Es ist eine kleines aber sehr feines Museum altaegyptischer Artifakte. Ein Besuch lohnt sich auf jedem Fall. Weiter besuchte ich die noch etwas suedlich gelegende Pyramieden von Dashour.

Zurueck in Kairo reise ich am uebernaechsten Tag nach Alexandria. Einer Stadt am Mittelmeer, dich sich nach 11 Tagen Aufenthalt, durch ihre groessere Gelassenheit von Kairo angenehm unterscheidet. Leider war nur wenig Zeit. Ich ging dort aber gut essen. Sah die neue Bibliotek von Alexandria von aussen und spazierte die Cornisch entlang. Es gab Ueberlegungen von Alexandria entlang an der Mittelmeerkueste weiter nach Port Said und Suez zu fahren um von dort nach Nuweiba zu kommen, aus Zeit und Kostengruenden entschied ich mich aber anders. Dagegen fuhr ich Abens nach Kairo zurueck um am spaeten Abend anschliessend sofort mit dem East-Delta-Bus meine Reise nach Nuweiba (Sinai) fortzusetzen. Die Fahrt von Kairo nach Nuweiba dauerte acht Stunden. Um sieben Uhr morgens kam ich dort und um dort nur wieder auf die Offnung des Ticketschalters fuer die Faehre nach Aqabah zu warten. Vorteil des Wartens war, dass ich dort nette Menschen kennenlernte und wir gemeinsam die Abfahrt der Fahre abwarteten. Das Warten darauf zog sich hin. Letztendlich waren wir um 21 abens endlich in einem Hotel in Aqabah. Im ganzen war ich 23 Stunden unterwergs, der - inshalla- wohl muehsamste Abschnitt meiner Reise. Der Aufenthalt in Aqabah hatt sich gelohnt. Sehr entspannend, verz relaxing. Wir besuchten ein sehr empfehlenswertes Seafoodrestaurant. Sahen am naechsten Morgen bei einem frischen Fruchtsaft, Kahwa (arabischen Kaffe) und etwas Brot auf den sonnigen Golft von Aqabah und auf die "Schwesterstadt" Elat in Israel. Spaeter blieb ich alleine in Aqaba zurueck, nutzte die Zeit meine Waesche zu waschen, einige Stunden am Meer zu verbringen, abend etwas zu joggen, nochmal das Seafood-Restaurant zu besuchen und noch einige Fruchtsaefte zu trinken. Am naechsten Morgen (es war schon Mittag) brach ich ich mit dem Bus nach Amman auf. Die Fahrt dorthin dauterte 5 Stunden ging abseits der "Koengsstrasse" meist durch oedes flaches Wuestengebiet. Von Amman setzte ich mit einem Sammeltaxis, wir waren allerdings nur zwei Fahrgaeste uber die Syrische Grenze ueber. Es war schon spaet in Amman und der Reisebeginn zog sich hin, auf dessen Einzelheiten ich jetzt nicht eingehe, vielleicht spaeter. Letztendlich war ich um 22.30. h in Damaskus. Kam in einem Hotel unter das sich als ziemliche Absteige erwies und bin jetzt erst nochmal auf Hotelsuche.

So far.

Somit ende ich hier mit meinem Bericht und werde mich in den naechsten Tagen nicht melden, da ich mich ganz auf Syrien konzetrieren will. Melde mich spaeter wieder, spaetestens waehrend der naechsten Etappe.

Seht mir etwaige Tippfehler nach, Mir gehts gut!


Jalla Beye!

Dienstag, 10. Juni 2008

Kairos Verkehr

Mit dem Strassenverkehr in Kairo ist es so eine Sache. Erstens: Man kann uberleben. Wenn man das Ding etwas raus hat, dann wird das zum Sport ''wie komme ich am schnellst ueber die ewig breite Strasse?''
Zweitens, das Leben ist kein Ponnyhof und schon gar nicht auf Kairos Strassen. Es macht auf jedem Fall den den Anschein, dass der tagtaeglichen Strassenverkehr nicht die Kenntnisse der Verkehrsregeln (welche Regeln?) oder die etwaige Sehtauglichkeit notwenig macht, mehr ist die Beweglichkeit des Fingers oder der Hand womit die Hupe betaetigt wird von Bedeutung. Die Ampeln stehen eh nur zur zweifelhaften Zierde herum. In Kairos Strassen gilt jedemfalls der hobbsche Satz "homo homini lupus Der Mensch ist des Menschen Wolf". Als Fussgaenger sollte man auf jedemfall gesunde Beine haben und bei Gegebenheit schnell rennen koennen. Was die Fahrtauglichkeit betriff, nur so viel dazu. Das Licht wird auch in Dunkelster Dunkelheit nur im aussertsten Bedarfsfall benutzt, wenn es ueberhaupt noch funktionsfaehig ist. Es ist aber auch nicht so, dass Kairos Strassen im Uberfluss ausgelaeuchtet sein wuerden. Als Fussgaenger sollte man also auch gute Augend besitzen und nicht nachtblind sein. Ohne Licht bewegen fahren natuelich auch die Zweirader, dazu natuerlich ohne jeglichen Schutz. Aber was red, ich ich bin hier ja nicht in Almania. An die Geschwindigkeitsbegrenzung haelt sich, falls es eine solche ueberhaupt gibt scheint die keiner zu beachten . Das konnte ich eindruecklich auf der Fahrt mit dem Sammeltaxis von Alexandria zurueck nach Kairo erleben. Fuehrerscheine koennen uebrigens in Aegypten gekauft werden. Noch Fragen?

Aber ich lebe noch. Und zuEurer Beruhigung: Inzwischen habe ich Aegypten verlassen, halte mich derzeit im ruhigen wirklich relaxten Aqaba auf und bin auf dem Weg nach Syrien.
Die meisten der Kairoaner, die ich in den letzten Tagen begegenete, sind mit reichlich Temperament gesegnet. Dass sie sich anschreien gehoert zum Alltag . Hier bruellt jeder mit jedem, jung mit alt, Frau und Mann, Maenner mit Maennern (das sowieso),Reiche mit Armen. Problemloesugungsstrategien sehen so aus, sich erstmal zehn Minuten anzuschreien. Das geht so weit, dass man meine koennte, die Beteiligten gehen sich im naechsten Augenblick an die Gurgel. Blut habe ich aber bislang noch nicht spritzen sehen. Auch leichtere Verkehrsunfaelle werden mittels dieser zwischenmenschlichen Art ohne Polizei geregelt, wie ich es beobachten konnte: Ein jugendlicher Radfahrer machte die unliebsame Bekanntschaft mit einem Auto eine Kairoaners, das, auch das gibt es in Kairo, noch ganz fahrtauglich schien. Nach dem ersten Schock, kam der Fahrer des PKW wie eine Furie aus seim Wagen fauchte den etwa 13 Jaehrigen an (wahrscheinlich waehrend der zweiten Schockphase), dieser fauchte erstmals ordentlich zurueck. Das ganze ging dann etw fuenf Minuten hin und her bis zwei Schlichter zu Hilfe kamen. Nachdem die Lage etwas beruhigt werden konnte stieg der Autofahrer etwas eingeschnappt wieder ein, der Knabe grinsend auf sein Fahrrad und die Sache war gegessen.

Aber auch ohne jeden Aerger ist fast gezwungen gegen den Laerm der Stadt anzuschreien. Natuerlich gegen laufende laufende Huberei und das Geroehre in den Strassen Kairos. Beides kommt in Kairo nie zur Ruhe. Dann muss man seine Stimme gegen die unvermeidlichen, bis zum Anschlag aufgedrehten Videospots allerorts ankaempen. Nicht zu vergessen die fliegenden Haendler und Strassenverkaeufer, die ihre Waren ueberlaut, teils mit diversen elektrisch akustischen Geraete anpreisen. Das koennte man als als battle shouting bezeichen, indem sich die gegebenueberstehenden Strassenhaendler, meist junge Maenner zwischen 15 und 30, um Aufmerksamkeit zu gewinnen zu uebertrumpfen suchen. Meist steigen dann um diese Staenden herum ganz unvermittelt und spontan Parties, mit lautem Arabic Pop.

Und nicht zuleztzt die allgegenwaertigen Rufe des Muhezins, beginnend zum Anbruch der Daemerung amfruehen Morgen bis zum Eintritt der Nacht . Dabei reicht, je nach musikalischem Geschick, die Spannweite der melodischen Qualitaet fuer westliche gestimmte Ohren, von sehr schoenen Tonfolgen in gemaessigter Lautstaerke bis nur nach schraegen, heiseren Toenen die ich nur noch als Krach bezeichnen wuede.

Samstag, 7. Juni 2008

Zum Jabal Mokhatam

Beim Durchblaetern meines Reisefuehrers entdeckte ich zwei unterschiedliche Sozialprogramme, welche den Muell der Stadt und der Menschen die davon leben, betrafen. Zum einen ist dies das koptische Kloster St. Samaan zum anderen die Association for the Protection of the Environ ment (APE) . Beide entwickelten Programme, welche sich die Aufgabe stellten, das riesige Muellaufkommen sinnvoll zuverwerten und der daraus hervorgehende Ertrag den meist aermsten der Armen in Form von Schulen, Krankenhausern u.a. zugute kommen soll. Beide Projekte sich auf dem Jabal Mochatam gelegen, einer Anhoehe die sich ueber Kairo erhebt und in deren Gegen uralte Steinbrueche liegen. Ein Blick uber die Umgebung ruft leichtes Beklemmungsgefuehl hervor. Ein ein unuebersehrbares Hausermeer im Osten wie im Weistenhebt sich aus dem dichten Abgasdunst Kairos hervor. Die Fahrt auf den Jabal und die gleichnahmige Siedlung erwies sich muehsamer als ich dachte. Erstens kam es mir teurer als ich dachte. Das lag wohl auch an der spontanen Taximitfahrt. Es erweist sich immer besser vorher konkret nachzufragen und den Preise auszuhandeln. Ein zuvor vereinbarter Termin mit einem Beschaeftigen des APE kam leider nicht zu stande. Zwar war ein konkreter einen Zeitpunkt aber kein konkreter Ort vereinbart. Die mehrmaligen Versuche meinen Gespraechspartner telefonisch zu erreichen, schlugen fehl. So konnte ich ueber die weiteren Hintgruende nichts weiter in Erfahrung bringen. Nach laengerer Suche und Durchfragen erreichte ich das Kloster St. Samaan. Ein weitlaufiges Areal umgibt das Kloster mit den den in Fels geschlagende Freiluftarenen, die bis zu zwei Tausend Pilger fassen sollen. Ein Kreuzweg in Stein gehauene Fresken sind zu sehen. Die steilansteigenden Wege zum Kloster mit der umgebenden Siedlung, sind volll von Muell. Bis zum Anschlag bepackte Pick Ups und Kleinlaster, transportieren den sackweisen Muell in spezielle Hallen, in denen er offenbar weiterverarbeitet und wiederverwertet wird. Dies alles geschieht Wand an Wand zu den Raeumen der Bewohner. Schwerarbeitende vor Dreck starrende Menschen sind zu sehn. Andere stehen tatlos herum oder sitzen in den Kaffees in den dortigen Kaffes. Die Luft riecht faulig. Ein Anblick der sehr gewoehnungsbeduerftig ist.

Donnerstag, 5. Juni 2008

In den Suq

Um so mehr ueberrascht es, wie schnell dieses Tohuwabohu der Strasse verblasst, der Laerm nachlaesst, je weiter man in den traditionellen Suq Kairos vordringt. Schon nach den einigen Metern hinter den Bazaren am Anfang ist davon so gut wie nichts mehr zu hoeren und es eroeffnet sich eine ganz neue, andere Welt mit ihrem feinen unuebersehbarem Geflecht von Gassen und engsten Durchgaengen. Verkauft wird im Suq alles was es gibt, Massen von Kleidern und Anziehbedarf fuer Klein und Gross, Haushaltsgegenstaende aller Art, Spielsachen, immer wieder Gewuerzstaende oder Haendler die Obst und Gemuesse anbieten. In diesem Bereich findetet man keine Souvenierartikel . Dort bin ich der eingige Fremder , unter dem ganzen Gewuel von Kaufenden und Verkaufenden. Anfangs war es schwer mich zurecht zufinden. Die Orientierung (ich erwaehnte es) verlor bald. Es dauerte einige Zeit bis ich das Systems des Suqs erkannt und mir einige Landmarks ins Gedaechtnis rufen konnte, an denen ich mich orientiere. Teils sind die Durchgaenge so eng und so verhangen, dass der Weg erst einige Zentimenter vorher offensichtlich wird. Die Wege sind verwinkelt, andern kurzfrist ihre Richtung und verschwinden ploetzlich im Dunkeln. Die Enge kann zeitweise beklemmend weden. Auch dort bin ich nicht allein sondern bin mit (ungelogen Tausenden unterwegs). Im Prinzip ist der Suq jedoch in einem vergleichbar einfachem System aufgebaut. Die Laengsachse verlauft ziemlich genau von von Nord nach Sued. In der Mitte Teilt die Sari al Azhar den Suq in einen Nord und Suedteil. Die Wege des Suqs von Nord nach Sued werden durch die nach Osten verlaufenden Wege jeweils gekreuzt, wenn man das System so einiger Massen raus hat, findet man sich verhaeltnissmaessig leicht zu recht. Im Norden der der Suq allmahlich in den Khan el Khalili ueber. der Khan umgibt das Zentrum des Suqs. Hier treffen sich die Suna und die Shia des Islam. Dort liegt der Al Azhar Komlex mit der Grossen Moschee und der Al Azhar Universitaet. Er stellt mit dem Sheik die wichtigste Institution des sunnitischen Islam welt weit dar. Gegenueber auf der anderen Strassenseite befindetet sich die Hussein Mosche welche ein bedeutendes Heiligtum der Schiiten ist. Beide konnte ich betreten und einig Zeit in der Moschee verbringen. Keine Selbstverstaendlichkeit war dies zumindest im Fall der Hussein Moschee. Dieser Ort ist fuer Nichtglaeubige in der Regel tabu.

Mir geschah es dass nach dem ich laenger auf dem Teppich sass, ein aelterer Mann auf mich zu kam und mir eine Schale Wasser anbot.

Eine schoene Geste finde ich.

Das tagtaegliche Chaos

Es ist unglaublich, was diese Stadt an Menschenmassen umherwirft. Sei es im Untergrund oder an der Oberflaeche. In Fahrzeugen aller Art, Minibussen, wildgeworden, fuer europaesche Verhaeltnisse meist voellig fahruntaugliche Taxis (und sie fahren doch), PKWs oder LKWs aller Art. Aber auch mit sonst allem was Raeder hat, sei es mit Motorraedern, Esels oder Sackkarren sind viele unterwegs oder eben zu Fuss. Die Stadt scheint sie zu fressen und wieder auszuspucken. Tausende, zehn oder hunderttausende vielleicht auch Millionen passieren die zentralen Verkehrsknotenpunkte der Stadt, wie zum beispiel den Midan Ramis oder den Attaba, und das Tag wie Nacht. Dies geschieht nicht lautlos. Kontinuierlich ist das grelle Schreien der der Taxi und Busfahrer zu hoeren, dazu kommen die fliegenden und bleibenden Strassenhaendler, die ihre Waren im Wettbewerb unueberhoerbar laut anpreisen. Nicht zu vergessen dass Pfeifen der Verkehrspolizsten, das aufheulen von Sirenen (allerdings erstaunlich wenig im vergleich zu einer Stadt wie Rom) das Roehrend der Motern und das unentwegte Gehupe. Die Autohupe gewinnt, je man den deutschsprachigen Raum auf dem Weg nach Sueden zuruecklaesst, an Bedeutung. Praktisch der wichtigste Teil eines Fahrzeuges ohne dem es nicht zu gehen scheint. Dies alles vermengt sich zu einer riesigen Kollage von Larm, Chaos, Russ und Staub, durch welche sich die Massen tagtaeglich zu jeder Stunde durchmuehen.

Dienstag, 3. Juni 2008

Liebe Leute!



Jetzt bin ich schon wieder eine Woche in Al Misri (Aegypten) und die Zeit rieselt wie der Wuestensand. Und Wuestensand gibt es in diesem Land, in der Nil praktisch die einzig bedeutende Wasserqelle ist, zur Genuege. Der Nil stellt ueber viele tausend Jahre die Lebensader, praktisch die Aorta dieser einstigen Hochkultur dar. Aegpten ist der aelsteste Nationalstaat (China kam spaeter) In seinen weitesten Expansionen breitete sich Aegypten als Grossreich bis weit nach Mesopotanien und in den Sudan aus. Der kulturelle Einfluss auf die Entwicklung der verschiedenen Zivilisationen im Mediterrananen Raum war noch wesentlich bedeutender. Alleine die die zeitlichen Ausmasse uebersteigen dabei meine Vorstellungsgrenzen. Die dynastische Epoche dauerte etwa 3000 Jahre) die Hochzeit der Pharaonischen Zeit etwa 2000 Jahre. Cheops, Hatschepsut, Echtanon und Rameses nur wenige Bekannte unter den Vielen.

Bluetezeit mit ihren Errungenschaften und Wundern, aber auch mit Leid und Blutvergiesen, wurde spaeter, so meine ich, nie mehr erreicht. Viellmehr litt Aegpten lange unter der Ausbeutung der jeweiligen Herrscher. Die Araber gaben Agypten eine neues auch sehr faszinierendes Gesicht. Das konnte ich in den letzten Tagen mit eigenen Augen sehen und ich war sicher nicht das letzte mal dort. Das islamische Viertel ist riesig und wer mich ein bisschen besser kennt kann sich vorstellen, wie es sich mit meiner Orientierungsgabe verhaelt. Kompass ist auf jedemfallsnicht mein Zweitname.


Wer mit mir schon mal unterwegs war, macht mindestens zwei Erfahrungen: Erstens laufe ich meist den BegleiterInnen mit kuerzeren Beinen zu schnell. Das sind halt mal meist die Frauen (wem s jetzt zu chauvinistisch wird ueberlist dies mal lieber ganz schnell). Dabei halte ich mich doch nur an das ungeschriebene kulturelle Gesetz im arabischen Raum, dem folgend maennliche Teil voranzugehen und den Weg zu weisen hat. Die zweite ist die, das ich mit meinem wackern Vorangehen, eher konfus verhalte. D.h. das ich nach etwa einer viertel Stunde zunehmender Unsicherheit am Ende zugeben muss, dass ioch auch nicht mehr weiss, wo der momentane Standpunkt ist. Meinen Fuehrungsqualitaeten zum Schaden. Gottseidank nerve ich diesmal wenn nur mich. Dies halt sich aber auch in Granze. Ich geniese die Zeit hier und bin viel unterwegs. Jetzt habe ich Euch noch immer nicht erzaehlt, was ich den ganzen schoenen Tag treibe? Mehr davon das naechste Mal. Die Reise ist ja noch lang und die Seiten muessen sich fuellen, gell !?((:

Morgen besuche ich ein Projekt der sogenannten Muellmenschen in Kairo, ich denke das wird spannend. Heute war ich ich in der suedlichen Todenstadt und im Al Azhar Park, einer wunderschoenen Gruenoase ostliche der Al Azhar Komplexes.




Guesse








Sonntag, 1. Juni 2008

Achlan

Gruesse aus Al Qahira der, nicht nur der Starken, sondern auch Vielgesichtigen.
Zu Eurer Beruhigung, nein ich wurde bisher weder auf dem Sklavenmarkt verkauft, noch bin ich gevierteilt und zerstueckelt worden, noch bin ich von der Blechlawiene, die sich taeglich durch Kairo quaelt ueberrollt worden. Das letztere waere allerdings noch am realistischen. Aber ich kaempfe mich also wacker durch das alltaegliche Chaos dieser Stadt, das fuer sich schon alleine ziemlich faszinierend ist. Ich sag nur, das ist gelebte gelebte Anarchie. Die paar Verkehrspolizisten an fast jeder Kreuzung machen da das Kraut auch nicht mehr fett, sondern verstaerken das Durcheinander eher noch mehr.
Was ich schon fast erwartet ist eingetreten. Jeden Tag den Blog zu aktualisieren wird nicht drin sein. Das duerfte sich vermutlich auch nicht in den naechsten Wochen gross aendern und ist vielleicht auch gar nicht sinnvoll, will ja nicht die ganze Zeit vor dem eh schon langsamen Rechner sitzten, bin ja im Urlaub (,.
Die letzten Abende war ich auch nach Ausfluegen zwar nicht ueberrollt, wohl aber ziemlich erschlagen. Zum einen durch die ganzen Reize, die ploetzlich einstroemten /stroemen anderseits durch das bestaendige warme Klima. Es geht eigentich nie unter 30. C. Das find ich ganz angenehm, es haut mich aber auch um. Also war nach den Touren, erstmal eine jeweils ausgedehnte Siesta angesagt und anschliesend dann noch ein abendlich Ausritt, um noch was zwischen die Kiemen zu bekommen.
Ich besuchte bereits Altkairo und die dort lebenden Kopten in Mar Girgis. Samstags war ich dann das erste Mal in Isalamischen oder offiziel gesprochen fatimidischen Stadteil Kairos. Ein riesiges Viertel, wo ich nicht zum letztenmal gewesen sein werde. Davon aber spaeter, mir rauschte gerade naehmlich der Rechner ab, war eigendlich schon viel weiter. Leider gelang es mir (noch) nicht ein paar Photos hochzuladen. Bei den Muehlen hier vor Ort wird das auch nicht klappen.
Ihr hoert in den naechsten Tagen wieder von mir mit, inshallah, einigen Photos.
Maasalama Leila Saida!

Mittwoch, 28. Mai 2008

Angekommen!



Gruesse aus Al Qaira (Der Starken). Der fruemorgendliche Weg wurde dadurch erleichtert, dass ich freundlicherweise in Muenchen naechtigen konnte.Der heisse Vortag ermoeglichte wunderbar sich im Vorab zu aklimatisieren. Heute duerfte die Temperatur hier zwischen30 und 35 warbetragen haben gewesen sein. Abends duerften es immer noch um die 25 C sein.

Der der Flug lief problemlos, wenn uns anfangs der Wind etwas durchgeschuettelt hat. Das wurde spaeter durch einen wunde den wolkenfreien Blick auf die Ueberfluggebiete belohnt. Leider hatte ich keinen Foto zur Hand. Doch wie konnte ich ahnen, dass mir ein fantastischer Fensterplatz eine Blick auf die schneebedeckten Berge der Ostschweiz, en Peleponnes und auf die Auslaeufer der Lybischen Wueste in Unteraegypten bietet. Der Transpher vom Flughafen nach Kairo Downtown war etwas muehsam, da ich lange keinen passende Fahrgelegenheit fand, doch jetzt bin ich wo ich sein will. Erste Tuchfuehlung mit einer weiteren Stadt die niemals schlaeft nahm ich auch schon auf. Davon aber spaeter.